Lombok after the 7.0 earthquake

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…ist es schon wieder Sonntag? Mein Gott! Die Zeit rennt hier in Lombok. Ich möchte meine Vorstellung kurz unterbrechen, um etwas beizutragen, was mich beschäftigt.

Es geht um das Thema Erdbeben; auch wenn ich Gefahr laufe, einige Gemüter zu erregen. Seit dem grossen Erdbeben im August auf Lombok (immerhin weiss jetzt jeder, wo Lombok ist) geht es hier bergab. Die Presse bzw. die Medien haben volle Arbeit geleistet. Aufgrund der teils einseitigen und übertriebenen Berichtserstattung trauen sich nur noch wenige nach Lombok. Die Schlagzeilen reichten von «die Urlaubsinsel ist ausgelöscht” bis hin «Tsunami hinterlässt totale Verwüstung». Selbst das Auswärtige Amt (jeder vertraut dessen Warnungen) hatte damals eine Reisewarnung ausgegeben. Einerseits verständlich, andererseits nicht korrekt.

Ja, den Norden (200 km entfernt) von Lombok, wo das Epizentrum lag, hat es leider sehr stark getroffen. Natürlich hat es auch hier im Süden stark gewackelt. Kein Spass, sag ich Euch. Auch jeder auf Bali hat es gespürt. Aber ausser ein paar kleineren Rissen hat es bei uns im Drop In im Süden keine Schäden und keine Verletzten zu beklagen gegeben… Und genau so geht es auch allen anderen Hotels, Bars, Café und Restaurants im Süden Lomboks.

Buchungen gingen jedoch schlagartig um 70% zurück und Kuta war eine Geisterstadt. Das Verrückte aber war die Tatsache, dass hier alles genau so war wie vorher, intakt, paradiesisch, wunderschön.

Der Süden hat dem Norden geholfen, wo es nur ging. Bis dahin hat der Süden tonnenweise Wasser, Kleider, Spielzeug und Donations in den Norden gefahren. Täglich fuhren private Fahrzeuge die Spenden in die verschiedensten Ecken des Nordens.

Als wäre die Situation im Norden Lomboks nicht schlimm genug, ereignete sich kurze Zeit später ein weiteres Drama auf Sulawesi (1000 km von Lombok entfernt). Die Erde bebte erneut und löste dort einen folgenschweren Tsunami aus. Zu guter Letzt stürzte vor kurzer Zeit auch noch ein Flugzeug von Lion Air ab. Was für ein Jahr für Indonesien. Schon fast wieder vergessen ist der Vulkanausbruch zu Beginn dieses dramatischen Jahres.

Indonesien liegt zurzeit nicht gerade im Trend. Übrigens, Bali gehört auch zu Indonesien und ist kein eigens Land!

Ich bekomme immer noch Emails mit Fragen wie «Hallo, steht Euer Surfcamp noch und kann man in Lombok was zu trinken bekommen» oder «ich habe von Einheimischen auf Bali gehört, dass Lombok zu gefährlich sei und möchte gerne meinen Urlaub bei Euch absagen”.

Das macht mich wütend und traurig, weil es einfach nicht der Realität entspricht. Beben, die auf Bali stattfinden werden nicht bis kaum erwähnt in der Presse. Aber hey, da war ein 4.5 Beben auf Lombok. Achtung! Überall auf der Welt ist Mutter Natur aktiv. Es gab und wird immer Erdbeben in Indonesien geben. Feuerring und so… Das hat vor dem 7.0 auch keinen gestört.

Ich verstehe, wenn man nicht sofort in ein Land reisen möchte, das gerade ordentlich «durchgeschüttelt» wurde. Es ist jetzt Dezember und so langsam müssen hier immer mehr Hotels, Surfcamps und Restaurants in Kuta Lombok schliessen.

Natürlich mache ich mir Sorgen um mein Drop In. Keine Gäste, kein Umsatz. Logo. Aber darum geht es mir nicht. Ich kann jederzeit nach Deutschland zurück und was anderes machen. Mir geht es um die Wahrheit und Gerechtigkeit und um die Einwohner von Lombok, die nun mal vom Tourismus leben. 

Ich höre jetzt schon das Argument «aber es kann ja wieder passieren». Ja kann es odereben auch nicht. Ihr könnt Euch in Vietnam ein Virus einfangen – oder eben auch nicht

Ihr könnt Euch beim Mountainbiken den Haxen brechen – oder eben auch nicht.

Ihr könnt die besten Wellen surfen, an wunderschönen Stränden chillen und sehr hilfsbereite Locals kennenlernen – oder eben auch nicht.

Wie ich auf die Insel kam…

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Servus miteinander aus dem heute verregneten Kuta, Lombok.

Schon wieder eine Woche rum. Bin mir noch nicht sicher, ob dieses “bloggen” mir nicht jetzt schon auf die Nerven geht. Muss nämlich eigentlich jeden Sonntag abliefern. Ups, jetzt ist schon wieder Donnerstag. Fixe Routine ist nicht gerade meine Stärke.

Speziell in einem Surfcamp läuft zwar viele geplant (diese deutsche Eigenschaft habe ich behalten), aber nicht, wenn es in Indonesien ist. Das bringt mich gleich zu meinem heutigen Thema, womit ich Euch belästigen möchte:

Aus Anstandsgründen führe ich meine persönliche Vorstellung noch fort. Vor 6,5 Jahren sass ich in meinem Café in München und hatte dermassen die Schnauze voll von diesem leblosen Leben. Arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen und am Weekend durfte man zwei Tage im englischen Garten im Kreis laufen (Achtung: Metapher!). Und wozu am Ende? Dass ich mich, wenn ich Glück habe und das Geschäft gut läuft, glatte zwei Wochen in den Urlaub begeben kann, wo ich die erste Woche krank bin und erst am Abreisetag seelisch angekommen bin…? Nicht mit mir.

Kurz um, hab alles verkauft und bin mit einem Rucksack los. Naja, so planlos bin ich natürlich nicht. Immerhin wusste ich, in welches Land es gehen sollte: Indonesien. Ursprünglich sollte es eigentlich Bali sein. Da ich aber nicht aus reichem Hause bin und der Verkauf meines Cafés mich auch nicht zu dieser Gruppe hat zählen lassen, habe ich gegoogelt, welche Insel denn am nächsten dran liegt. Und, here we go, L O M B O K gehörte per sofort zu meinem Wortschatz.

Damals war Lombok die hässliche, unbekannte Schwester von Bali. Absoluter Dschungel. Noch nicht mal ne Currywurstbude. Ich lieeeebe Fleisch. Und ich bin trotzdem geblieben. Seitdem ich hier wohne, hat sich einiges geändert…

Ha, jetzt wuerdet Ihr gerne mehr lesen. Aber den Gefallen mache ich Euch nicht. Das habe ich in einem Tutorial auf Youtube “wie blogge ich richtig” gelesen. Immer aufhören wenn’s spannend wird.

Wer ist “DIE”?

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(Fanfaren Geraeusch)

Ja, wer haette das jemals gedacht.

DIE, die sich jahrelang weigerte ein Smartphone zu benutzen

DIE, die bis vor einem Jahr nicht wusste was ein # ist,

DIE, die gerade mal so ne Email oeffnen kann

Die, die bis vor einer Wocher Blog noch so geschrieben hat BLOCK.

Genau DIE macht jetzt einen auf “Bloggerin“.

 

Aber wer ist DIE?

Mein Name ist Solveigh. Nachdem sich kein Mensch diesen Namen merken konnte wurde kurzerhand Solli daraus. Ich bin Wassermann. Das ist schon eine Kernaussage. Freiheitsliebend, stur, sarkastisch, ehrlich, treue Seele, offen fuer alles verrueckte,( Nein, das wird jetzt keine Anzeige fuer eine Partnersuche) ich mag keine oberflaechlichen Konversationen, beherrsche die Rechtschreibung nicht mehr 100% und mein Herz liegt auf der Zunge.

Das sind alles wunderbare Zutaten um nach Kuta Read More