Vor nun mehr als 5 Jahren wurde der Grundstein für das Drop In im Herzen des Local-Villages Ebunut gelegt. Die Bewohner haben uns mit offen Armen empfangen und unterstützt, wo es nur ging. Nun steht das Drop In und wir haben endlich die Möglichkeit, Danke zu sagen.

Wir möchten dem Dorf und seinen Bewohnern gerne die erhaltene Unterstützung im Rahmen des Projekts „Ebunut – ein Dorf öffnet seine Türen“ zurückgeben.

 

Das Projekt verfolgt das Ziel, den Bewohnern aufzuzeigen, dass mit wenig Mitteln in mehrfacher Hinsicht viel zu erreichen ist. Primär soll das Bewusstsein für die Umwelt und deren Einzigartigkeit gefördert werden, indem wir die Problematik der Müllentsorgung angehen und somit auch den teils mit der Müllverbrennung zusammenhängenden gesundheitlichen Problemen Abhilfe schaffen.

Das Projekt umfasst zwei Phasen, wobei in Phase 1 das Bewusstsein für die Umwelt gefördert und in Phase 2 schlussendlich durch Kreativität die allgegenwärtige Arbeitslosigkeit im Dorf verringert werden soll.

 → Phase 1: Bewusstsein für die Umwelt schaffen

→ Phase 2: Durch Kreativität die Arbeitslosigkeit im Dorf verringern

neighbors in Ebunut
most trash is simply thrown out to the street

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our neighborhood Ebunut

Die heutige Situation:

Das Dorf Ebunut liegt gute fünf Minuten vom Ortskern Kuta entfernt. Kuta hat sich in den letzten fünf Jahren touristisch sehr stark entwickelt, wobei die Zeit in all den kleinen Villages rundherum stehen bleibt und Kultur und Tradition das tägliche Dorfleben bestimmen.

Ebunut hat ca. 220 Einwohner. Die meisten leben von der Hand in den Mund: Reisanbau, Fischen und Viehhandel. Ein Dorfleben, wie man es sich in unsere Welt kaum noch vorstellen kann. 6- bis 10-köpfige Familien leben in einem Haus aus Bambuswänden. Manche haben fliessendes Wasser, die meisten Haushalte aber nicht. Nur wenige haben eine geregelte Arbeit, die zuverlässig Geld einbringt. Wer Geld nach Hause bringt, teilt es mit allen.

 Wir schätzen die Traditionen der Sasak und setzen uns für deren Erhalt ein; im Gespräch und Zusammenleben der Dorfbewohner hat sich jedoch herauskristallisiert, dass Bildung vor allem in den Bereichen Gesundheit, Sauberkeit und Umwelt fehlen und so immer wieder das Dorfleben bedroht wird.

Erst im April 2018 ist wieder ein Haus abgebrannt, weil die Verkabelung des Hauses mit billigen Kabeln gemacht wurde, welche in Europa aus Sicherheitsgründen gar nicht zugelassen wären. Sichere Kabel sind leider oft zu teuer für die Einheimischen. Da es weder Mülltonnen, geschweige denn eine Müllabfuhr gibt, wird der Müll in der Nähe des Hauses gesammelt und dann verbrannt. Drehende Winde und fliegende Funken setzen in Folge leider immer wieder die Bambushütten in Brand, wo dann nicht nur das ganze Hab und Gut sondern oft auch das Ersparte in Flammen aufgeht. 

Des Weiteren spielen Kinder oft mit herumliegenden Abfall, was aufgrund von scharfen Kanten aber vor allem auch Bakterien häufig zu Infektionen und Durchfallerkrankungen führt. Die Kinder halten sich meist auch in der Nähe des brennenden Abfalls auf. Dieser ist voll von Plastik, dabei atmen sie dessen giftigen Dämpfe direkt ein.

Eine gezielte Aufklärung mit einfachen, umsetzbaren Projekten kann hier bereits einiges zur Verbesserung des Dorfwohls beitragen, wobei es nicht eine Belehrung sein soll, sondern Hilfe zur Selbsthilfe darstellt.

Inzwischen arbeiten 15 Dorfbewohner bei uns und können ihre Familien somit finanziell beständig unterstützen. Ohne jemals zuvor in einem Hotel gearbeitet zu haben, ohne Englisch zu sprechen oder gar Lebensmittel wie Käse, Jogurt oder Müesli gesehen zu haben, haben sie das „Abenteuer Drop In“ gewagt und viel dazu beigetragen. Ohne sie wären wir nicht, was wir heute sind – eine Familie, die einander liebt und unterstützt.

Phase 1: Bau von Müllsammelstellen

Mehrere Müllsammelstellen werden entlang der Strasse positioniert. Eine Sammelstelle besteht aus 3 Kammern: Eine für sicheres Verbrennen von ökologischem Abfall, eine für Plastik jeglicher Art, welcher dann nach Java in die Müllverbrennungsanlage geliefert wird und eine für P.E.T.-Flaschen und Blechdosen. Das Material dazu wird mit Hilfe der Spenden gekauft, die Arbeit selbst machen die Handwerker des Dorfes. Die Müllabfuhr wird vorerst durch Spenden finanziert und vom Drop In organisiert. Langfristig sollen die Kosten vom Dorf getragen werden können.

Die Grundreinigung des Dorfes und der Strassenränder wird durch Diskussionsrunden zu den Themen Recycling, Brandvermeidung und gesundheitlichen Gefahren ergänzt. Voraussetzung ist natürlich, dass das ganze Dorf mitmacht und alle zusammen am gleichen Strick ziehen, um die Müllsituation langfristig zu verändern! Das Projekt wurde bereits mit Damars Hilfe mit dem Oberhaupt des Dorfes besprochen und gutgeheissen. Damar ist unser Freund, Headcoach unserer Surfschule und unser Local des Vetrauens. Er wohnt mit seiner Familie ebenfalls in Ebunut und kümmert sich auch um die Jugend des Dorfes, indem er einen Fussballverein gegründet hat und elternlose Kinder bei sich aufnimmt.

trash along the street

Phase 2: Durch Kreativität die Arbeitslosigkeit im Dorf verringern

Kreative Beschäftigung ist wichtig, um vor allem bei Jugendlichen gegen Langeweile anzukommen. Das Malen von Streetpaintings, das Betreiben eines lokalen Warungs (einheimische Imbissbude) und das Anfertigen und Verkaufen handgemachter Ware wie Sarongs, Kokosöl, Kaffee oder anderen kleinen Souvenirs bringt Selbstständigkeit und Unabhängigkeit - vor allem auch für Frauen.

Ziel ist es, dass das Projekt „Ebunut – ein Dorf öffnet seine Türen“ so Arbeitsplätze generiert und nach wenigen Jahren sich selbst finanzieren kann.

Bitte helft uns, den Start dieses Projekts zu ermöglichen! Bereits wenige Euros können einen Unterschied machen! Und sind wir mal ehrlich, jeder von uns hat ein paar Euro übrig. Ganz nach dem Sprichwort: «Kleinvieh macht auch Mist”.

Wir hoffen, wir können mit Eurer Spende ganz viel “Mist” sammeln. 🙂

Vielen Dank schon im Voraus!

Eurer Drop In Team

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